Trainingsjahr (Grundlagenkurs) 2022

Trainingsjahr 2022

Das Trainingsjahr vermittelt in 6 Wochenendseminaren, beginnend ab dem 21.01.2022, Grundlagen der Kunsttherapie.

In den Veranstaltungen wird der Umgang mit kunsttherapeutischen Prozessen auf der Basis von Selbsterfahrung, Reflexion und theoretischen Erläuterungen vermittelt.

Die Teilnahme wird auf das vierjährige, berufsbegleitende Bachelorstudium Kunsttherapie angerechnet.

Das Trainingsjahr wendet sich an:

  • InteressentInnen für das berufsbegleitende Bachelorstudium Kunsttherapie B.A. am IKT – Institut für Kunst und Therapie München in Zusammenarbeit mit der staatlich anerkannten Hochschule für Wirtschaft und Umwelt HfWU Nürtingen/Geislingen. Das erfolgreiche Absolvieren des Trainingsjahres wird auf das Bachelorstudium angerechnet.
  • InteressentInnen aus therapeutischen, psychosozialen und künstlerischen Berufen, die Grundlagen und Methoden der Kunsttherapie kennenlernen wollen, um sie in ihrem Berufsfeld einzusetzen.
  • KunsttherapeutInnen, die ihr Repertoire erweitern und spezielle Methoden der Kunsttherapie kennenlernen und erfahren wollen.

Die Arbeitszeit pro Wochenende beträgt jeweils 21 Unterrichtsstunden.

Abschluss

Die erfolgreiche Teilnahme am Trainingsjahr wird auf das berufsbegleitende vierjährige Bachelorstudium Kunsttherapie angerechnet. Dieses findet am IKT Institut für Kunst und Therapie München in Kooperation mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt HfWU Nürtingen-Geislingen statt und schließt mit dem staatlichen Hochschulzertifikat Bachelor of Arts (B.A.) ab.

Die Seminarreihe

ZU DEN BESONDEREN MÖGLICHKEITEN DER KUNSTTHERAPIE

Die BILD.SPRACHE als zentrale Basis kunsttherapeutischer Praxis und Theorie eröffnet besondere Möglichkeiten des Verstehens und Kommunizierens. Anhand von Theorie- und Praxisbeispielen und auf dem Hintergrund einer selbsttätigen und selbstreflexiven Auseinandersetzung mit kunsttherapeutischen Methoden sollen spezifische Vorgehens- und Wirkweisen der kunsttherapeutischen Arbeit erfahrbar werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kunsttherapeutischen und künstlerisch-experimentellen Methoden, bei denen das Spielerische, das Assoziative, das Zu-Fallende eine wichtige Rolle spielen. Mithilfe verschiedener Formen seriellen Malens, Zeichnens und Schreibens werden wichtige Grundsätze zum Eröffnen, Begleiten und Abschließen von kunsttherapeutischen Prozessen exemplarisch nachvollziehbar. Dadurch können Zugänge eröffnet werden zu – oft brachliegenden oder blockierten – schöpferischen Potentialen, die in der kunsttherapeutischen Arbeit als Teil der Selbstregulierungskräfte und als Hilfe bei der Bewältigung von Krisen oder Krankheit zur Verfügung stehen.

Material (bitte mitbringen): Bleistifte, Farbstifte, flüssige Farben nach eigener Wahl (Gouache- oder Acryl- oder Wasserfarben); viel Papier für Serienarbeiten – in kleinerem Format z. B. Kopierpapier o. ä.; ein paar größere Papiere…

Zur Person: Dr. phil. (Studium der Erziehungswissenschaften und Psychologie); graduierte Kunsttherapeutin (Ausbildung am IKT München und Aufbaustudium „Bildnerisches Gestalten und Therapie“ an der Akademie der Bildenden Künste in München; Graduierung beim DFKGT); Professorin an der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen

„Sehen kommt vor Sprechen. Kinder sehen und erkennen, bevor sie sprechen können.“ (John Berger). In diesem Seminar wollen wir uns der Magie der Bilder widmen und lernen, heilsam mit ihnen zu arbeiten.
Bilder haben eine Ausstrahlung, eine Schwingungskraft, die mit uns in Resonanz geht. Wir schwingen mit. Es enstehen innere Bilder in uns. Sie wirken oft unbewusst und prägen unsere Sprache, unser Denken und die Art, wie wir auf uns und die Welt schauen. Bilder können uns Kraft geben, uns heilen und inspirieren; sie können uns andererseits aber auch Angst machen, Lebensenergie rauben und krank machen.
Anhand spontan gemalter Bilder gehen wir auf Entdeckungsreise zu uns selbst. Mit kunsttherapeutischen Interventionen gehen wir einen kleinen Schritt in Richtung Gesundheit, Fülle und Glück.

Material (bitte mitbringen): DIN A3 Papier, Ölpastellkreiden oder Wasserfarben, Stabilo pen 68 (schwarz)

Zur Person: Studium der Malerei, Literaturwissenschaft und Kunsttherapie; seit 2011 Kunsttherapeut, seit 2015 Leitender Kreativtherapeut in der Rosengartenklinik Heiligenfeld, Klinik für psychosomatische Rehabilitation. Seit 2015: Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste im Masterstudiengang “Bildnerisches Gestalten und Therapie” und Dozent am Institut für Kunst und Therapie München.

Diese Symbole begegnen uns erstmalig in den Kinderzeichnungen und erhalten dort, neben ihrem zunächst realen Sinngehalt und ihrer unmittelbaren Bildfunktion, schnell eine Bedeutung als Symbol der psychischen Befindlichkeit. Wir alle bedienen uns auf eine eher unbewusste, intuitive Weise dieser Symbole. Seit Jahrtausenden scheinen sie dem Menschen auf selbstverständliche Weise zur Verfügung zu stehen.
Um mit diesen Sinnbildern kunsttherapeutisch umzugehen, bedarf es weniger eines konkreten Deutungskataloges, im Sinne einer Übersetzungshilfe, als vielmehr einer eigenen Annäherung. Für jeden Menschen lässt sich der konkrete subjektive
Bedeutungsinhalt eines Symbols auf einem spontanen Bild, nur vor dem Hintergrund und nur auf der Basis dessen individuellen Lebenslaufes verstehen.
An diesem Wochenende werden wir durch Selbsterfahrung mit bildnerischen Mitteln den Gemeinsamkeiten und Unterschieden dieser drei Symbole in ihrer Trägerfunktion für das seelische Erleben nachgehen, wir werden uns allgemein den Symbolen in Zeichnungen/auf Bildern, als Ausdruck des eigenen Ich/Selbst zuwenden und daraus kunsttherapeutische Zugangsweisen ableiten.

Material (bitte mitbringen): Möglichst großformatiges Papier (Rolle), flüssige Farben, Farbgefäße und Pinsel.

Zur Person: Dipl. Sozialpädagoge, studierte am IKT von 1993 bis 1997 Kunst- und Gestaltungstherapie. Er arbeitet unter anderem mit HIV positiven Kindern, bildet pädagogisches Fachpersonal in unterschiedlichsten Themenbereichen (z. B. kindliche Zeichenentwicklung, Kreativitätsförderung, Arbeit mit dem Bild) fort. Seit einer weiteren Zusatzausbildung zum analytischen Kinder- und Jugendlichen-therapeuten arbeitet er in freier Praxis in München.

Welcher Ruf hat mich zum Thema Kunst und Heilen geführt? Ein ausreichender Zugang zur eigenen Verwundungs- und Heilungsgeschichte, ein Wissen um die eigene Motivation, und die Fähigkeit eigene Belastungen wahrnehmen und „versorgen“ zu können, gehört zu den grundlegenden Notwendigkeiten therapeutischer Arbeit.

Wir werden uns zu diesen Aspekten Gedanken und Gestaltungen machen und dabei unsere Aufmerksamkeit im Besonderen auf den Aspekt der Selbstfürsorge und auf die Gruppe als Halt gebendes Feld richten.

Material (bitte bei beiden Seminaren mitbringen): Bildtagebuch bzw. Skizzenbuch und dafür passendes Gestaltungsmaterial, Kreppband, Schere, Klebestift und einen persönlichen Gegenstand.

Zur Person: Kunsterzieher, Kunsttherapeut (DFKGT), Heilpraktiker, Seit über 25 Jahren in der Psychiatrie (jetzt ausschließlich in der Soteria) als Kunsttherapeut tätig, Supervisor und Therapeut in freier Praxis, Dozent bzw. Supervisor am IKT und am Aufbaustudium der Akademie der Bildenden Künste München.

Sich einlassen zu können, auf was auch immer, setzt voraus, dass ich mich ausreichend sicher fühle in mir selbst, an dem Ort, mit den Menschen, mit dem was geschieht. In Belastungssituationen ist genau das nicht gewährleistet.

Was hilft dazu eine solche Atmosphäre wieder herzustellen?

Was gibt uns Sicherheit, was ermöglicht es, uns selbst und die anderen wieder lassen zu können?
Was trägt dazu bei, sich in einem Raum mit anderen Menschen ausreichend wohl zu fühlen und so wieder lebendige Verbindung zum eigenen schöpferischen Potential zu bekommen?

Wir werden uns auf vielfältige Weise mit diesen Fragen beschäftigen. Die grundlegende Idee dahinter ist, dass Kunsttherapie in besonderem Maße dazu geeignet ist Selbstheilungsprozesse in Gang zu setzen, wenn es gelingt ein ausreichendes Maß an innerem und äußerem Wohlwollen wieder zu erleben.

Material (bitte bei beiden Seminaren mitbringen): Bildtagebuch bzw. Skizzenbuch und dafür passendes Gestaltungsmaterial, Kreppband, Schere, Klebestift und einen persönlichen Gegenstand.

Zur Person: Kunsterzieher, Kunsttherapeut (DFKGT), Heilpraktiker, Seit über 25 Jahren in der Psychiatrie (jetzt ausschließlich in der Soteria) als Kunsttherapeut tätig, Supervisor und Therapeut in freier Praxis, Dozent bzw. Supervisor am IKT und am Aufbaustudium der Akademie der Bildenden Künste München.

Organisatorisches

Termine und Zeiten:

21.01. – 23.01.2022
BILD.SPRACHE I – ZU DEN BESONDEREN MÖGLICHKEITEN DER KUNSTTHERAPIE
Dozentin: Prof. Dr. Christine Mechler-Schönach

18.02. – 20.02.2022
BILD.SPRACHE II – ZU DEN BESONDEREN MÖGLICHKEITEN DER KUNSTTHERAPIE
Dozentin: Prof. Dr. Christine Mechler-Schönach

29.04. – 01.05.2022
DIE HEILKRAFT DER BILDER
Dozent: Christian Horras

01.07. – 03.07.2022
DER EIGENE WEG ZUR KUNSTTHERAPIE UND DIE BEDEUTUNG DER SELBSTFÜRSORGE
Dozent: Christofer Schopf

23.09. – 25.09.2022
DIE BEDEUTUNG VON SICHERHEIT UND GELASSENHEIT
IM SCHÖPFERISCHEN TUN
Dozent: Christofer Schopf

25.11. – 27.11.2022
DIE ICH-SYMBOLE: SONNE, BAUM, HAUS
Dozent: Peter Trocha

Seminarzeiten jeweils:

Freitag: 18.00 – 21.30 Uhr
Samstag: 9.00 – 18.30 Uhr
Sonntag: 9.00 – 15.00 Uhr

Bewerbungsverfahren und Kosten

Die Bewerbung ist für alle sechs Seminare verbindlich.

Da es sich um eine Fortbildungseinheit handelt, können die Seminare nicht einzeln gebucht werden.

Die Kosten für den Grundlagenkurs/Trainingsjahr betragen regulär 290,- € pro Seminar (insgesamt 1.740,- €) plus Materialpauschale; für TeilnehmerInnen des Bachelorstudiengangs 270,- € pro Seminar (insgesamt 1.620,- €) plus Materialpauschale .

Zahlungsweise: Anzahlung von je 100,- € pro Seminareinheit (insgesamt 600,- €) nach schriftlicher Zusage, Vertragsunterzeichnung und Erhalt der Rechnung.

Neue Bankverbindung ab 01.01.2022:

HypoVereinsbank Ulm, IBAN: DE57 6302 0086 0032 1431 13     SWIFT (BIC) HYVEDEMM461

Sobald die Anzahlung eingeht, ist der Platz verbindlich reserviert. Die restliche Seminargebühr von 190,- € ist dann jeweils unaufgefordert vier Wochen vor Beginn des Seminars zu überweisen.

Bei einem Rücktritt bis zu 4 Wochen vor Seminarbeginn fällt eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 15 % der Gesamtseminarsumme an. Später ist ein Rücktritt nur möglich, wenn ein anderer Teilnehmer nachrückt. Die Veranstaltungen sind platzbeschränkt.

Bewerbung

Die Bewerbungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt. Bitte beachten Sie, dass es sich um eine platzbeschränkte Veranstaltungsreihe handelt, die bereits vor Bewerbungsschluss ausgebucht sein kann.

Der Bewerbungsbogen kann hier heruntergeladen oder im Sekretariat angefordert werden. Dort können auch weitere Informationen zur Weiterbildung angefordert werden.

Diesen Bogen ausgefüllt, mit Passfoto, tabellarischem Lebenslauf und einer handschriftlichen Teilnahmemotivation bitte an das Sekretariat des IKT per Post oder per Email senden.

NEU: Kunsttherapie Weiterbildung mit Bachelor Abschluss

Unsere Weiterbildung schließt jetzt mit dem Bachelor of Arts (B.A.) ab. Das berufsbegleitende Studienprogramm ist das erste Weiterbildungs-Bachelorprogramm in Kunsttherapie an einer Staatlichen Hochschule in Deutschland.