Kunsttherapie Weiterbildung

Das Institut für Kunst und Therapie München (IKT) führt in Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen HfWU, Hochschulstudiengänge Künstlerische Therapien HKT, unter der Leitung von Prof. Dr. Gertraud Schottenloher ein vierjähriges berufsbegleitendes modularisiertes Kontaktstudium in Kunst- und Gestaltungstherapie durch. Es vermittelt eine integrative Kunsttherapie in Theorie und Praxis auf dem Hintergrund psychoanalytischer Theorien in Verbindung mit Kunst- und Kreativitätstheorien sowie Einführung in und Anregung zu eigener künstlerischer Gestaltung. Aspekte der humanistischen Psychologie, sowie der systemischen Therapie spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle.

Die Lernprozesse sind erfahrungsorientiert und schließen eigene künstlerische Entwicklung und Selbsterfahrung ein. Die Vermittlung theoretischer Inhalte geschieht im Wechselspiel mit praktischer Anwendung unter Einbeziehung persönlicher Erkenntnisprozesse. Eine persönliche Betreuung der WeiterbildungsteilnehmerInnen ist gegeben.

 

Struktur der Weiterbildung

  1. Die WeiterbildungsteilnehmerInnen finden sich als feste Gruppe für vier Jahre zusammen, die gemeinsam lernt und Erfahrungen sammelt. Jede/r kann in ihr eine größtmögliche Form der Offenheit finden und seine persönliche Kompetenz entwickeln.



  2. Zu diesem intensiven Gruppenprozess (Gruppengröße bis zu 20) kommen Dyaden hinzu, d.h. jeweils zwei TeilnehmerInnen bilden über den gesamten Zeitraum von vier Jahren ein therapeutisches Paar, das sich in seiner persönlichen, bildnerischen und therapeutischen Entwicklung begleitet und fördert. Diese Erfahrung zu zweit bildet das Pendant zur täglichen bildnerischen Arbeit in Form eines Bildtagebuchs.



  3. Während die Gruppe über den gesamten Weiterbildungszeitraum hinweg konstant bleibt, wechseln die Lehrenden, um ein möglichst breites Ausbildungsspektrum anbieten zu können. So können die TeilnehmerInnen erkennen, welche Schwerpunkte in der kunsttherapeutischen Arbeit ihrer Persönlichkeit am meisten entsprechen.


Im Mittelpunkt der Weiterbildung steht neben der Eigenverantwortlichkeit die Entwicklung einer persönlichen bildnerischen und beruflichen Kompetenz des Einzelnen in Auseinandersetzung mit einer Vielfalt von Anregungen, Anstößen und Training.

Neubeginn einer Weiterbildung Dezember 2019  »» Anmeldung hier herunterladen
 

Durchführung

Die Weiterbildung dauert insgesamt vier Jahre und findet in zwei Abschnitten statt. Sie umfasst 2.058 Kontaktstunden inkl. 90 Stunden Gruppensupervision, 30 Stunden externe Einzelsupervision und 20 Stunden externe Einzellehrtherapie, 720 Stunden supervidierte Arbeit mit Klienten/ Patienten (Praktikum). Hinzu kommen zusätzlich 160 Stunden Training in therapeutischen Dyaden (interaktive Workload). Das modularisierte Kontaktstudium entspricht somit 180 ECT's und ist einem Bachelor vergleichbar.

Die Weiterbildung ist berufsbegleitend und findet pro Jahr mit elf Wochenendeinheiten (je 22 Stunden) statt. Diese Einheiten können partiell zu längeren Veranstaltungen zusammengefasst sein. Hinzu kommt wahlweise das Trainingsjahr/Grundlagenkurs oder externe Gastveranstaltungen/Sonderseminare (insgesamt 126 Std.). Während der Ausbildung werden mindestens zwei Facharbeiten verfasst und vorgetragen: eine Zwischenarbeit und eine Abschlussarbeit. Die Arbeiten werden in einem Zwischenkolloquium (nach Ende des 1. Abschnitts) und in einem Abschlusskolloquium (nach Ende des 2. Abschnitts) vorgestellt. Ist es einem/r WeiterbildungsteilnehmerIn nicht oder nur bedingt möglich, die Weiterbildungsinhalte in seiner/ihrer beruflichen Praxis umzusetzen, muss er/sie sich ein entsprechendes Erfahrungsfeld in Form von Praktika (insgesamt 720 Stunden, siehe unten) suchen. In der Regel werden drei Praktika in verschiedenen Bereichen abgeleistet, zwei davon im klinischen Bereich (Psychiatrie und Psychosomatik) und eines davon nach freier Wahl.

Schwerpunkte

1. Selbsterfahrung/spezielle kunsttherapeutische Methoden (ca. 300 Stunden)

Die Selbsterfahrungsprozesse im Kontext der Weiterbildungsgruppe dienen dazu, die Wahrnehmung der eigenen Psychodynamik und Struktur zu schärfen, punktuell persönliche, familien- und gruppenbezogene Konflikte zu bearbeiten und Lösungen zu finden, sowie Umstrukturierungsprozesse einzuleiten. Gleichzeitig wird auf der Metaebene eine theoretische und methodische Vermittlung und Transparenz der Prozesse angestrebt, sowie ein therapeutisches Vorbild gegeben.

2. Kunsttherapeutische Grundlagen und Methoden (ca. 300 Stunden)

Prozess, Techniken und Wirkfaktoren in der Kunsttherapie, z. B. therapeutischer Umgang mit Bildern und gestalterischen Prozessen, "Bilderlesen" und Bilddiagnostik, Anwendung verschiedener kunsttherapeutischer Modelle, besonders mit psycho-analytischem Hintergrund, körperpsychotherapeutische und systemische Ansätze, Interventionstechniken und deren Einübung, Gesprächsführung, Anamnese, Indikation, Therapeutentraining, Umgang mit Übertragung und Gegenübertragung, spezielle Methoden der Kindertherapie etc. unter psychoanalytischem Aspekt.

3. Theorie-Seminare (ca. 300 Stunden)

Verschiedene psychotherapeutische Schulen (Schwerpunkt Psychoanalyse), deren theoretische und methodische Grundlagen und praktische Implikationen, Psychopathologie und klinische Psychologie (u. a. Neurosen- und Psychosenlehre, narzisstische und Borderlinestörungen, Psychosomatik, Sucht), Theorien der Symbol- und Gestaltbildung, Kreativitätstheorien, Ästhetische Sozialisation und Entwicklungspsychologie, Psychopathologie des Ausdrucks, Künstlertheorien etc.

4. Bildnerisches Arbeiten (ca. 200 Stunden)

Der bildnerischen Arbeit ist ein weitgehend therapiefreier Raum vorbehalten. Er dient dazu, die bildnerische Arbeit der TeilnehmerInnen zu vertiefen und sie über verschiedene Materialerfahrungen und Ausdrucksformen zu erweitern. Neben den Veranstaltungen wird erwartet, dass die Weiterbildungsteilnehmer/innen während der vier Weiterbildungsjahre in einem kontinuierlichen eigenen bildnerisch künstlerischen Prozess stehen. Das Bildtagebuch begleitet die gesamte Weiterbildung.

5. Supervidierte Arbeit mit KlientInnen und PatientInnen (ca. 720 Stunden)

Das Praktikum wird von Gruppen- und Einzelsupervision begleitet und beträgt insgesamt 720 Stunden, davon 100 Stunden eigenverantwortlich mit Klienten/Patienten mit begleitender Einzelsupervision (extern 30 Stunden). Wenn es die augenblickliche Berufstätigkeit erlaubt, kann die praktische kunsttherapeutische Arbeit oder Teile davon im Rahmen dieser Tätigkeit stattfinden. Voraussetzung ist begleitende Supervision. Über die kunsttherapeutische Arbeit mit Klienten und Patienten und die begleitende Supervision werden zusammenfassende Kurzberichte (mindestens drei) in schriftlicher Form verfasst.

6. Supervision (Patientenbezogene Beratung) (ca. 120 Stunden)

Die Supervision begleitet die praktische Arbeit, vor allem unter psychodynamischem Aspekt und unter dem Aspekt von Übertragung und Gegenübertragung zwischen Therapeut und Patient/Klient. Sie findet als Gruppen- und als Einzelsupervision statt.
Gruppensupervision (90 Kontaktstunden):
Die Gruppensupervision findet im Rahmen des Weiterbildungsprogramms des IKT statt.
Einzelsupervision (30 Kontaktstunden extern):
Die Einzelsupervision wird als zusätzliche Eigenleistung der Teilnehmer vorausgesetzt. Sie findet begleitend zur praktischen Arbeit in der Regel am Heimatort der Weiterbildungsteilnehmer statt.

7. Kunsttherapeutische Lehrtherapie (ca. 20 Stunden)

Für eine verantwortliche Durchführung kunsttherapeutischer Einzeltherapie ist die eigene Therapieerfahrung eine wesentliche Voraussetzung. Kunsttherapeutische Einzellehrtherapie von mindestens 20 Stunden im zeitlichen Kontext der Weiterbildung, sind fester Bestandteil der Weiterbildung und werden entsprechend angerechnet.
Es wird dringend empfohlen, im eigenen Interesse darüberhinaus weitere Therapiestunden (im Umfang von ca. 80 zusätzlichen Stunden), zu absolvieren, um die für den therapeutischen Beruf notwendigen persönlichen Grundlagen zu entwickeln.
„Alle für die Ausbildung erforderlichen Stunden der Selbsterfahrung (bzw. Lehrtherapie) müssen im Rahmen der Ausbildung geleistet und finanziert werden. Stunden aus einer Heiltherapie können weder an die Selbsterfahrung für die Ausbildung angerechnet werden, noch können sie eine Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung sein.“ (Auszug aus den DFKGT Richtlinien)

8. Bildtagebuch

Jeder Weiterbildungsteilnehmer führt ein Bildtagebuch, in dem er täglich bildnerisch seine Ideen, Gedanken, Gefühle etc. in Skizzen oder ausgearbeiteten Bildern und Skulpturen festhält, ungegenständlich, abstrakt oder konkret. Form, Größe und Material sind frei und entwickeln sich aus der jeweiligen Inspiration. Wichtig ist der kontinuierliche bildnerische Prozess, der den Weiterbildungsteilnehmer auf diese Weise begleitet und die Arbeit im Atelier unterstützt.

9. Therapeutische Dyaden (ca. 160 Stunden)

Die therapeutischen Dyaden bestehen aus zwei Teilnehmern, die nach den therapeutischen Prinzipien der Selbsthilfe in erster Linie ihre Bildtagebücher besprechen. Sie bilden über vier Jahre hinweg ein therapeutisches Paar, das sich möglichst einmal in der Woche, mindestens jedoch einmal im Monat eine Stunde trifft.

Die genannten neun Schwerpunkte ziehen sich durch die gesamten vier Jahre des Kontaktstudiums. Der Anteil der Selbsterfahrung ist im ersten Ausbildungsabschnitt größer ist als im zweiten, in zweiten der Anteil der theoretischen Inhalte.

Modulübersicht mit Angabe der Credits

Nummer

Titel

Credits

1.

Interdisziplinäre Grundlagen I

   7,5

 1.1

Einführung in die Neurosenlehre und Psychosomatik

 1.2.

Einführung in die Psychiatrische Krankheitslehre

1.3.

Entwicklungspsychologie und Kinderzeichnung

1.4.

Das kindliche Spiel

1.5.

Familienkonstellationen am Beispiel der Triangulierung

 2.

Interdisziplinäre Grundlagen II

    7,5

 2.1.

Das Trauma im Bild I und II:Einführung in die Psychotraumatologie / Behandlung von Traumafolgen mit kunsttherapeutischen und psychodynamisch-imaginativen Methoden

2.2.

Der therapeutische Umgang mit Affekten

 

 2.3.

Symbolisierungsprozess: Entwicklungspsychologische- und psychodynamische Aspekte. Symbol als Zugang zum Menschenbild

 2.4.

Bindungstheorie und Bindungsstörungen

 3.

Einführung in die Kunsttherapie

    7,5

 3.1.

Bild-Sprache I und II 

 3.2.

Symbole im bildnerischen Ausdruck

 3.3.

Rezeptive Kunsttherapie

 3.4.

Künstlerisch-Therapeutische Arbeitsweisen

 3.5.

Kreativität – Symbolisierung – Therapie

 3.6.

Das spontane Bild 

 4.

Grundlagen der Kunsttherapie

    18

 4.1.

Einführung in die Kunsttherapie I und II

 4.2.

Spezielle Methoden der Kunsttherapie I und II

 4.3.

Kunsttherapie mit Kindern

 4.4.

Der kunsttherapeutische Prozess I (Grundlagen)

 4.5.

Einzellehrtherapie mit bildnerischen Medien (extern)

 5.

Vertiefung Kunsttherapie 

    18

 5.1.

Der kunsttherapeutische Prozess II

 5.2.

Kunsttherapie im  psychiatrischen Behandlungssystem

 5.3.

Kunsttherapie am spezifischen Beispiel affektiver Psychosen

 5.4.

Spezielle Methodenlehre III

 5.5.

Theorieentwicklung und kompetente Außendarstellung 

 5.6.

Teilnehmende Beobachtung und Dokumentation

 5.7.

Ästhetische Forschung

 5.8.

Einzellehrtherapie extern

 6.

Kunsttherapeutische Praxis

    41,5

 6.1.

Praktikum unter fachlicher Anleitung

 6.2.

Supervision der Praktika

 7.

Künstlerische Arbeit u. Reflexion –  Kunst in Relation zur Kunsttherapie I

     25

 7.1.

Bildnerisches Arbeiten I – IV

 7.2.

Kunst und Therapie I und II:  Identität und Raum

 7.4.

Kunst und Therapie III und IV: Prozesse und Bedingungen

 8.

Künstlerische Arbeit und Reflexion – Kunst in Relation zur Kunsttherapie II

     25

 8.1.

Bildnerisches Arbeiten V und IV

 8.2.

Kunst als potentieller Raum I und II

 8.3.

Künstlerisch - therapeutische Interventionen I und II

 9.

Wissenschaftsorientiertes Arbeiten I

     15

 9.1.

Propädeutikum - Einführung in wissenschaftliches Arbeiten I

 9.2.

Zwischenkolloquium

 10.

Wissenschaftsorientiertes Arbeiten II

     15

 10.1.

Propädeutikum - Einführung in wissenschaftliches Arbeiten II

 10.2.

Abschlusskolloquium

                                                                           Summe Credits

    180

Ziele

1. Weiterbildungsabschnitt

Ziel des ersten Weiterbildungsabschnittes ist es u. a., kunst- und gestaltungstherapeutische Methoden so weit zu erlernen, dass sie innerhalb der jeweiligen Berufspraxis eingesetzt werden können (z. B. in der sonderpädagogischen, in der sozialpädagogischen, in der klinischen oder psychotherapeutischen Arbeit). Der erste Abschnitt allein befähigt in der Regel noch nicht zur eigenständigen therapeutischen Arbeit.

Schwerpunkte:

  • Erwerb von kunsttherapeutischen Grundlagenkompetenzen

  • Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit und des Erkennens von psychodynamischen Zusammenhängen

  • Punktuelle Aufarbeitung der eigenen konfliktbesetzten Bereiche

  • Einübung einer therapeutischen Grundhaltung

  • Grundsätzliche Fähigkeit zu kunsttherapeutischen Interventionen in verschiedenen Bereichen

  • Umsetzung der kunsttherapeutischen Grundlagenkompetenz innerhalb der jeweiligen Berufspraxis

  • Entwicklung der eigenen bildnerischen Ausdrucksmöglichkeit

2. Weiterbildungsabschnitt

Ziel des zweiten Weiterbildungsabschnittes ist es, die Studierenden in Hinblick auf eine eigenständige kunst- und gestaltungstherapeutische Tätigkeit auszubilden, wobei der Schwerpunkt in der angestrebten Berufspraxis und durch den Grundberuf bestimmt wird.

Schwerpunkte:

  • Therapeutische Kompetenz und Entwicklung eines eigenen therapeutischen Stils

  • Fähigkeit, Übertragung und Gegenübertragung zu handhaben

  • Professionelle Kenntnis verschiedener Interventionsmethoden, verbunden mit theoretischer Einsicht und Intuition, um sie patienten- und situationsgerecht einsetzen zu können

  • Kenntnis der Berufsfelder und deren Anforderungen

    (sozialmedizinische Ansätze, Behindertenarbeit etc.)

  • Theoretische Fachkenntnis

  • Weiterentwicklung der eigenen bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten

Abschluss

Nach erfolgreichem Abschluss des Kontaktstudiums wird ein Zertifikat der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (Rechtsnachfolgerin der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen) vergeben, das Umfang, Inhalt und Erfolg der Weiterbildung bestätigt. Es qualifiziert zur Ausübung des Berufs als Kunsttherapeut. Für das Zertifikat sind erforderlich:

  • Die Vorlage des Studienbuchs

  • Zwei schriftliche Facharbeiten

  • Vorstellung der Zwischen- und Abschlussarbeit im Kolloquium

  • Nachweis über kunsttherapeutische Eigentherapie und Einzelsupervision

  • Nachweis über praktische Arbeit mit PatientInnen/KlientInnen

  • Drei Kurzberichte über Praktika und zwei Seminarprotokolle

  • Reflexionen zur Dyadenarbeit, zum Bildtagebuch und Fachliteraturzusammenfassungen

Die schriftlichen Facharbeiten bestehen in der Regel aus einer Falldarstellung und deren theoretischer und methodischer Aufarbeitung, die zeigen soll, wie die Inhalte der Weiterbildung in die Praxis umgesetzt und reflektiert werden. Thema der Arbeiten können jedoch nach Absprache auch ein theoretischer oder methodischer Aspekt aus dem Bereich Kunst und Therapie sein.
Das Kolloquium soll zeigen, dass eine ausreichende fachliche Kompetenz in Theorie und Praxis erworben wurde.

Dozenten

(Änderungen vorbehalten)

Danner-Weinberger, Alexandra

Kunsttherapeutin, Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ulm und in eigener Praxis für Kunsttherapie und Psychotherapie HPG, Ulm

Horras Christian

Freischaffender Künstler, Literaturwissenschaftler und Kunsttherapeut, Lehrauftrag Akademie der Bildenden Künste, München, Bildnerisches Gestalten und Therapie, leitender Kreativtherapeut Rosengartenklinik Heiligenfeld, Bad Kissingen

Hussmann, Ina Michaela

Betriebswirtin (VWA), Dipl. Bildhauerin, Kunsttherapeutin, Coach, Privatklinik Lauterbacher Mühle, München
Mechler-Schönach, Christine

Prof. Dr. Pädagogin, Kunsttherapeutin, Erziehungswissenschaftlerin, Hochschulstudiengänge Künstlerische Therapien (HKT) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU)

Peciccia, Maurizio Prof. Dr. med., Psychiater, Psychotherapeut, Psychiatrische Klinik der Universität Perugia/Italien
Putz-Plecko, Barbara Prof. Mag. art., Künstlerin, Kunstpädagogin und Kunsttherapeutin, Vizerektorin Hochschule für Angewandte Kunst, Wien
Reiter, Alfons

Univ. Doz. Prof. Dr. phil., Psychoanalytiker, Psychotherapeut, Universität Salzburg, Institut für Psychologie, Salzburg

Rentsch Isabelle

lic. phil. Psychotherapeutin ASP/SBAP, Kunst- und Gestaltungstherapie grad. DFKGT, Spezielle Psychotraumatherapie DeGPT (Zusatzqualifikation)
Eigene Praxis für Psychotherapie und Kunsttherapie in Zürich, Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen.

Schmeer, Gisela

Prof. Dr. med. Dipl. Psych., Psychoanalytikerin, ärztliche Weiterbildungsermächtigung, Lehrtherapeutin (DGKT), München

Schnell, Hans Prof., freiberuflicher Zeichner und Maler, ca. 50 Einzelausstellungen und 400 Ausstellungsbeteiligungen in Europa und USA. Einige Preise und Stipendien. Lehrte 13 Jahre an der Akademie der Bildenden Künste München und 4 Jahre an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, sowie als Guest Artist an der Rome University of Fine Arts. Professur an der Universität des Westens, Fakultät für Kunst und Design, Timisoara/Temeschwar (Ro)
Schopf, Christofer Kunsterzieher, Heilpraktiker, grad. Kunsttherapeut DFKGT,  Lehrtherapeut DFKGT, München
Schottenloher, Gertraud Prof. Dr. phil., Dipl. Psych., Klinische Psychologin, Psychotherapeutin (HPG), grad. Kunstpsychotherapeutinuund Lehrtherapeutin DGKT und DFKGT, Aufbau und Leitung des Aufbaustudiums Bildnerisches Gestalten und Therapie an der Akademie der Bildenden Künste München von 1986 – 2011, Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste München
Trocha, Peter Dipl. Sozialpädagoge (FH), Kunst- und Gestaltungstherapeut (IKT), Analytischer Psychotherapeut für Kinder- und Jugendliche, München

 

{GESAMTUEBERSICHT DOZENTEN}

 

Aufnahmevorraussetzungen

  • persönliche Eignung für die therapeutische Arbeit

  • der Nachweis eigener bildnerischer Arbeit

  • Hochschulreife bzw. ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium vorzugsweise in einem humanwissenschaftlichen oder künstlerischen Fach oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem psychosozialen oder künstlerischen Beruf und mind. 3 Jahre Berufserfahrung

  • Teilnahme an einem Orientierungsworkshop oder dem Trainingsjahr

  • ein persönliches Aufnahmegespräch

  • erwünscht ist therapeutische Erfahrung (Eigentherapie)

    Für den zweiten Weiterbildungsabschnitt wird die erfolgreiche Teilnahme am ersten Abschnitt oder eine entsprechende therapeutische Qualifikation, die an einem anderen anerkannten Institut erworben wurde, vorausgesetzt.

Kosten

Die Weiterbildungskosten betragen monatlich € 250,- über vier Jahre hinweg. Hinzu kommen Aufnahme- und Abschlussgebühr (je € 195,- auch bei Belegung nur eines Weiterbildungsabschnitts), sowie die Gebühr für Trainingsjahr oder Sonderseminare, Honorare für die externe Einzelsupervision und Eigentherapie, sowie Kosten für Material etc. Eine Ermäßigung ist auf Antrag in Härtefällen möglich.

Bewerbung

Es wird empfohlen, vor Beginn der Weiterbildung das Trainingsjahr zu besuchen (Informationen siehe unter Trainingsjahr). Dieses wird auf die Weiterbildung angerechnet. Um sich für die vierjährige Weiterbildung zu bewerben, laden Sie bitte den Bewerbungsbogen herunter und schicken ihn ausgefüllt zusammen mit den Bewerbungsunterlagen (siehe unten) an das Sekretariat des IKT.



Voraussetzungen sind persönliche Eignung für die therapeutische Arbeit, der Nachweis eigener bildnerischer Arbeit durch eine Mappe, Hochschulreife bzw. ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium vorzugsweise in einem humanwissenschaftlichen oder künstlerischen Fach, oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem psychosozialen oder künstlerischen Beruf und mind. 3 Jahre Berufserfahrung, sowie die Teilnahme an einem Orientierungsworkshop oder einem offenen Workshop, der als Orientierungsseminar anerkannt ist und ein Aufnahmegespräch. Im Falle einer Teilnahme am Trainingsjahr/Grundlagenkurs entfällt das Orientierungsseminar.



Für den 2. Weiterbildungsabschnitt wird die erfolgreiche Teilnahme am 1. Weiterbildungsabschnitt oder eine entsprechende therapeutische Qualifikation, die an einem anderen anerkannten Institut erworben wurde, vorausgesetzt.



Beginn einer neuen Weiterbildung alle zwei Jahre (aktuell Dezember 2019)

Für die Bewerbung zur Weiterbildung sind erforderlich:
Ausgefüllter Bewerbungsbogen (bitte hier herunterladen),Teilnahme an einem Aufnahmegespräch, eine Auswahl künstlerischer Arbeiten, die zeigt, dass sich die/der Bewerber(in) mit dem bildnerischen Medium auseinandergesetzt hat (Bilder, Zeichnungen oder bei dreidimensionaler Gestaltung Fotos eigener Arbeiten); die Mappe bitte zum Aufnahmegespräch mitbringen. Lichtbild, Lebenslauf, handschriftliche Motivationsbeschreibung für diesen Beruf, beglaubigte Kopien von Zeugnissen und Abschlüssen.



Teilnahme am 2. Weiterbildungsabschnitt

setzt den am IKT erfolgreich absolvierten 1. Abschnitt voraus oder eine entsprechende Weiterbildung an einem anderen anerkannten Weiterbildungsinstitut, oder eine Ausbildung in einer anderen psychotherapeutischen Methode in Verbindung mit bildnerischen Medien.


Veranstaltungsort: Germeringerstr. 6A, 82131 München-Gauting

Kooperationen und Anerkennung

Das Kontaktstudium wird in Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen HfWU, Hochschulstudiengänge Künstlerische Therapien HKT, und der European Graduate School (EGS) mit Sitz in Leuk, Schweiz, durchgeführt. Die Kooperation mit der Hochschule garantiert ein hohes Niveau der Weiterbildung. Über das Institut, das auf über 30 Jahre Erfahrung zurückblickt, ist eine fachlich kompetente und persönliche Betreuung geboten.
Die Weiterbildung/Kontaktstudium ist vom Berufsverband (Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie, DFKGT), von der deutschen Gesellschaft für Künstlerische Therapieformen und Therapie mit kreativen Mitteln (DGKT, Dachverband der Kunst- und Kreativitätstherapeuten), sowie vom Schweizer Fachverband für Gestaltende Psychotherapie und Kunsttherapie (GPK) anerkannt. Studierende und AbsolventInnen können diesen Verbänden beitreten. Die Dach- und Berufsverbände (DFKGT, DGKT) verleihen den AbsolventInnen der Weiterbildung bei entsprechender klinischer Erfahrung, Fortbildung und Supervision nach dem Absolvieren einer Prüfung eine zusätzliche Graduierung, was zur Führung des Titels Kunsttherapeutin grad. DGKT bzw. DFKGT berechtigt und mit dem Status eines graduierten Mitglieds in den jeweiligen Verbänden verbunden ist.

Die erfolgreich absolvierte IKT-Ausbildung stellt in Kombination mit einem Hochschulabschluss zugleich die Zugangsberechtigung dar, um den Master-Studiengang Kunsttherapie an der HfWU/HKT zu absolvieren. Bei fehlendem Hochschulabschluss existieren Möglichkeiten, den Bachelor Kunsttherapie an der HfWU/HKT (unter Anrechnung der Hälfte der Credits) zu erwerben. Die Möglichkeiten solcher Übergänge werden in aktualisierten Merkblättern konkretisiert.

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